Das Gänseliesel gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Göttingens. Doch der Brunnen und seine Figur haben im Laufe der Zeit einige Veränderungen erlebt. In unserer Reihe „Wusstest du schon?“ werfen wir regelmäßig einen Blick auf spannende Details und kleine Geschichten rund um das Gänseliesel.
Nicht immer am gleichen Platz
Wusstest du, dass das Gänseliesel nicht immer genau an seinem heutigen Standort stand? Bereits in den 1930er Jahren wurde darüber diskutiert, den Brunnen zu versetzen. Grund dafür war unter anderem der zunehmende Verkehr rund um den Marktplatz.
1968 wurde der Brunnen schließlich im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes umgesetzt und leicht nach Süden versetzt. Dabei wurde auch die Anlage rund um den Brunnen überarbeitet.
Sanierung des Brunnenbeckens
Im Rahmen dieser Arbeiten wurde das stark beschädigte ursprüngliche Brunnenbecken ersetzt. Ein Göttinger Steinmetzbetrieb fertigte ein neues Becken an, während das restaurierte Original später an anderer Stelle in Göttingen aufgestellt wurde.
Auch Details des Brunnens wurden im Laufe der Jahre mehrfach erneuert oder restauriert, um das Wahrzeichen der Stadt langfristig zu erhalten.
Schutz für das Original
Die Figur des Gänseliesels selbst musste im Laufe der Jahrzehnte ebenfalls einiges aushalten. Beschädigungen und Abnutzung machten schließlich eine umfassende Restaurierung notwendig.
Um das Original dauerhaft zu schützen, entschied man sich später für eine Nachbildung aus Bronze.
Die ursprüngliche Figur wird heute im Städtischen Museum Göttingen aufbewahrt.
Eine „Schwesterfigur“ in Leipzig
Weniger bekannt ist, dass es noch eine weitere Bronzefigur gibt. Der Bildhauer fertigte damals ein zweites Exemplar der Figur an, das nach Leipzig verkauft wurde. Dort stand es lange Zeit in einem privaten Garten.
Heute gilt das Gänseliesel nicht nur als eines der bekanntesten Wahrzeichen Göttingens, sondern auch als Symbol für die Geschichte und Tradition der Universitätsstadt.
Im Jubiläumsjahr 125 Jahre Gänseliesel erzählen wir hier regelmäßig weitere spannende Fakten und Geschichten rund um Göttingens berühmtestes Wahrzeichen.
Bilder: Fotoarchiv Städtisches Museum
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